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Mode

Zero-Waste

Sustainable In Fashion: In dem neuen Masterstudiengang werden Experten für nachhaltiges Modedesign ausgebildet   

Das Thema Nachhaltigkeit ist längst in der Modewelt, bei den Labels und Designern, angekommen. Und endlich auch an den Ausbildungsstätten: Diesen Oktober läuft an der privaten Modekunsthochschule Esmod das einjährige Masterprogramm “Sustainable In Fashion” an. Im Fokus des Studiengangs steht das Verhältnis von Design und Nachhaltigkeit.

Obwohl die Esmod sich auch im Bachelorstudiengang bemühe, bei den Studenten ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen, fehle es einfach an Zeit, um das komplexe Thema in seiner Ganzheit anzugehen, erklärt die Leiterin des neuen Masters, Friederike von Wedel-Parlow. “Wir wollen mit dem Master ein eindeutiges Zeichen setzen und gleichzeitig Leute ausbilden, die fundiertes Know-how in die Firmen tragen.” Die Schwierigkeit der Ausbildung liegt auf der Hand: “Mode ist Ausdruck von Zeitgeist und der verändert sich. Wir wollen keine Spielverderber sein. Mit zwölf Kollektionen im Jahr und mehr sind die Rhythmen und Prozesse aber mittlerweile so schnell, dass sie dem Bedürfnis des Konsumenten gar nicht mehr entsprechen. Es braucht den Wandel in der Mode, aber eben viel langsamer und verbunden mit Langlebigkeit und Qualität.” Es gebe kaum Unternehmen, die sowohl sozial als auch ökologisch agieren. Damit fristet nachhaltige Mode immer noch ein Nischendasein. In der Problemstellung stecke aber auch viel kreatives Potenzial, erklärt von Wedel-Parlow: “Indem man etwa Schnitte entwickelt, die keine Abfälle zulassen, also Zero-Waste. Der klassisch eingesetzte Ärmel schließt sich da eher aus, weil noch zu viel Restabfall produziert wird. So entstehen neue Formen und neue ästhetische Ansätze, auf die man ohne diese Einschränkung nicht käme.”

Der neue Master ist international ausgerichtet: Unterrichtet wird in Englisch, die Teilnehmer kommen aus den Staaten, Kanada oder Brasilien. Ein Austauschmodul bei dem man für sechs Wochen in ein Land des globalen Südens reisen kann, ist obligatorisch. Wer einen Einblick erhalten möchte, kann sich für das Festival “beyond fashion summit” anmelden, das sich mit dem Thema “Beauty meets Ethics” auseinandersetzt. 

Infos zum Master unter www.esmod.de


Text: Lene Albrecht

Foto: Julia Knüpfer / Ica-Watermelon (zur Website hier)